Liebmann, Irina

Zu Gast bei der Literarischen Woche in Bremen 2009
Foto: Ursula Kelm

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Vita
Geboren 1943 in Moskau als Tochter des deutschen Journalisten Rudolf Herrnstadt und der russischen Germanistin Valentina Herrnstadt. 1945 Übersiedlung der Eltern in das zerstörte Berlin. Kindheit und Jugend in Ostberlin, Merseburg und Halle/Saale (DDR). 1961 - 1966 Studium der Sinologie in Leipzig, Abschluß als Diplom-Sinologin und Kulturwissenschaftlerin. 1966 - 1975 Redakteurin in der Zeitschrift "Deutsche Außenpolitik" im Ressort Entwicklungsländer. Bekanntschaft mit Rolf Liebmann, der für die Entwicklung eines authentischen DDR-Dokumentarfilms wichtig wird. Seit 1975 freie Autorin. 1988 Übersiedlung nach Westberlin.

Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise, unter anderem den Aspekte-Literaturpreis und den Berliner Literaturpreis. 2008 wurde Irina Liebmann für ihr Buch "Wäre es schön. Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt" mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

 
Veröffentlichungen (Auswahl)
Stille Mitte von Berlin
Fotografien, 2009

Berlin Verlag

112 S.

ISBN: 9783827008770

18,- €

Kurzbeschreibung:
Anfang der 80er Jahre hat Irina Liebmann das Viertel um den Hackeschen Markt fotografiert. Was als Material für einen Roman gedacht war, wurde zu einer ungewöhnlichen Fotoserie. In einem begleitenden Essay geht sie ihren eigenen Erinnerungen als Bewohnerin dieses Viertels zu DDR-Zeiten sowie seiner Geschichte nach.

Wäre es schön? Es wäre schön! Mein Vater Rudolf Herrnstadt
2008

Berlin Verlag, Berlin

415 S.

ISBN-13 9783827005892

19,90 €

Kurzbeschreibung:
Rudolf Herrnstadt (1903-1966) war der sprachgewaltige und bekannteste Pressemann der Ostzone und der frühen DDR, bevor er aus der SED ausgestoßen und in die Provinz verbannt wurde. Aus einer bürgerlichen jüdischen Familie im oberschlesischen Industrierevier stammend, hatte er den aufziehenden Faschismus früh erkannt und beschlossen, nicht zu fliehen, sondern gegen ihn zu kämpfen. Er wurde Kommunist, verzichtete auf eine persönliche Karriere und ließ sich stattdessen von seiner Partei dort einsetzen, wo er gebraucht wurde. 1953 wird er als "Feind der Partei" aus der SED ausgeschlossen und seitdem totgeschwiegen. Das Buch belegt die Spannweite dieses Lebens.

Die freien Frauen
Roman 2004

Berlin Verlag, Berlin

211 S.

ISBN-13 9783827003478

18,00 €

Kurzbeschreibung:
Elisabeth Schlosser hat einen erwachsenen Sohn, der nicht mehr mit ihr spricht. Er arbeitet nicht und isst auch nicht mehr, vielleicht ist er krank, sie weiß es nicht, und sie weiß nicht, wie sie ihm helfen kann. Immerhin äußert er eines Tages, dass er sie für die Falsche hält. Seine Mutter versucht herauszufinden, was damit gemeint sein könnte, denn sie zweifelt schon lange an sich selbst. Entschlossen unterzieht sie sich einer Hypnose, und was sie dort erfährt, führt sie in ein geheimnisvolles Cafe im polnischen Katowice, das einmal Kattowitz hieß. Dort angekommen, erfährt Elisabeth Schlosser Dinge, die ihr bisher verborgen geblieben waren...

In Berlin
Roman 2002

Berlin Verlag, Berlin

320 S.

ISBN: 9783833302435

8,90 €

Kurzbeschreibung:
In ihrem autobiographischen Roman erzählt Irina Liebmann die Geschichte einer verzweifelten Grenzwanderung zwischen Ost- und Westberlin vor dem Hintergrund enttäuschter Liebe und doppelten Verrats. Bald zurückgeworfen auf den Teil der Stadt, den sie eigentlich verlassen wollte, erlebt die ˜Liebmann˜ die Umwälzungen der jüngsten deutschen Geschichte aus nächster Nähe mit.

Mitten im Krieg
Erzählung, 2006

Berlin Verlag

224 S.

ISBN: 9783833300059

7,50 €

Kurzbeschreibung:
"Mitten im Krieg", teils noch in der DDR, teils schon in West-Berlin niedergeschrieben, versammelt Erzählungen aus den letzten Jahren der DDR.

Literaturhaus Bremen